Die drei Fragen (Wann? Wer? Was?)

Aus: „Die Kuh, die weinte“ von Ajahn Brahm nach einer Erzählung von Leo Tolstoj

Ein Kaiser, der nach einer Lebensphilosophie suchte, die seiner Persönlichkeit entsprach kam schließlich auf drei Fragen:

⁃ Wann ist die wichtigste Zeit?

⁃ Wer ist der wichtigste Mensch?

⁃ Was ist die wichtigste Sache, die zu tun ist?

Der Kaiser brauchte lange, um die Antworten auf die Fragen zu finden, schaffte es aber schließlich.

Dies sind die Antworten:

Wann ist die wichtigste Zeit?

Die wichtigste Zeit ist jetzt! Es ist die einzige Zeit, in der wir etwas bewirken können.

Wenn du jemandem sagen willst, wieviel er dir bedeutet, dann tu es jetzt.

Wenn du dich bei jemandem bedanken oder entschuldigt willst, dann tu es jetzt.

Wenn du wartest, kann es schon zu spät sein das zu tun, was du tun wolltest.

Wer ist der wichtigste Mensch?

Der wichtigste Mensch ist der, der gerade bei dir ist, mit dem du gerade sprichst oder etwas gemeinsam tust.

Gib deinem Gegenüber immer das Gefühl, dass er gerade der wichtigste Mensch für dich ist. Hör ihm gut zu und konzentriere dich voll auf das, was ihr gemeinsam tut. Das Gefühl, das du dadurch vermittelst, ist sehr wertvoll und nicht zu ersetzen.

Wenn du allein bist, bist du selbst in diesem Moment der wichtigste Mensch. Dann kümmere dich um dich selbst, genauso wie du es für andere Menschen tust.

Was ist die wichtigste Sache, die zu tun ist?

Die wichtigste Sache ist „sich kümmern“. Dabei soll man behutsam zu Werke gehen und dies mit Sorge und Liebe tun. Was immer die aktuelle Aufgabe ist, wird das Ergebnis umso besser sein, je besser man sich darum kümmert.

Wie eine Schlange, die beschlossen hat, niemanden mehr zu beißen, darf man dabei auch durchaus mal zischen, wenn es erforderlich ist.

Ein Probleme ohne Lösung ist kein Problem

Aus: „Die Kuh, die weinte“

von Ajahn Brahm

Wenn es zu einem Problem keine Lösung gibt, dann lohnt es sich nicht, sich darüber unnötig Gedanken oder gar Sorgen zu machen.

Wir sollten uns auf die Probleme konzentrieren, für die es eine Lösung gibt.

Bei momentan unlösbaren Problemen lohnt es sich oft, abzuwarten, bis sich eine neue Situation ergibt.

Wenn es dann eine mögliche Lösung gibt, lohnt es sich auch, sich mit dem Problem zu beschäftigen.

Siehe auch:

Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern.

Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern…

Aus “Der kleine Buddha – Auf dem Weg zum Glück” von Claus Mikosch

Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern, auch wenn man es sich noch so sehr wünscht. Man muss sie einfach akzeptieren, wie sie sind.

Andere Dinge hingegen kann man ändern. Und in diese Dinge sollte man seine Energie stecken.

An einem Schicksalsschlag kann man nichts ändern. Man muss lernen, die neue Situation zu akzeptieren.

Andere Dinge kann man durch bewusst getroffene Entscheidungen ändern, z.B. indem man sich einer unangenehmen Situation entzieht. Dies sind die Dinge, in die wir unsere Energie stecken sollten.

Schuldzuweisungen sind keine Lösungen

Aus: „Die Kuh, die weinte“ von Ajahn Brahm

Einige Menschen versuchen, andere Menschen für sie die Entscheidungen treffen zu lassen, um Ihnen später die Schuld für eine falsche Entscheidung geben zu können.

Jemand anderem die Schuld zuzuschieben, löst kein Problem.

Ajahn Char, der Lehrmeister von Ajahn Brahm, hatte dazu einen guten Vergleich:

Es ist, wie sich am Kopf zu kratzen, wenn es am Po juckt.

Gönn dir selbst ein Lächeln im Spiegel

Aus: „Die Kuh, die weinte“ von Ajahn Brahm

Es tut gut, neben anderen Menschen auch sich selbst zu lieben. Daher solltest du dir regelmäßig selbst ein Lächeln schenken, am besten, beginnst du den Tag damit

Wenn du also morgens das erste Mal in den Spiegel schaust, gönn dir selbst ein Lächeln.

Natürlich ist man morgens oft noch müde und alles Andere als in der Stimmung für ein ehrliches Lächeln. Dann hilft zu Beginn ein „Zwei-Finger-Lächeln“: Nimm dazu beide Zeigefinger und schiebe damit die Mundwinkel nach oben.

Das Ergebnis ist ein „Zwei-Finger-Lächeln“, das meist so albern aussieht, dass man wirklich lächeln, kichern oder sogar lachen muss. Das ist dann ein schönes Geschenk an dich selbst und ein schöner Start in den Tag.

Wenn du eine Entscheidung triffst…

Aus „Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst“ von Haemin Sunim.

Wenn du eine Entscheidung triffst, versuch einzuschätzen, wie viele Menschen davon profitieren.

Wenn sie nur dein Ego befriedigt und viele unnötig verletzt, ist es die falsche Entscheidung.

Pessimismus und Sorgen

Aus “Reich und glücklich” von John Strelecky und Tim Brownson

Man hat gar keinen Vorteil davon, pessimistisch zu sein oder sich Sorgen zu machen.

Und wenn es keinerlei Vorteile mit sich bringt, hat es auch gar keinen Sinn.

Hinter jeder Wut steckt eigentlich Angst

Aus: „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“ von John Strelecky.

Wenn wir wütend sind, steckt dahinter eigentlich immer Angst. Manchmal direkt, manchmal ganz tief unter vielen Ebenen verborgen. Wenn wir diese Angst erkennen und uns klar machen, dass sie keine direkte Bedrohung ist, geht meist auch die Wut.